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Die Geschichte der Marke Zündapp
Die Anfänge der Marke Zündapp liegen im Jahre 1917, als Fritz Neumeyer, der zuerst  mit der Fabrikation von Dampfmaschinen und Spielwaren begann, zusammen mit den Firmen Krupp und Thiel die „Zünder- und Apparatebaugesellschaft“ gründete, die 1918 in seinen Alleinbesitz überging. Ab 1920, nach dem Besuch der Berliner Automobil- und Motorradausstellung, beschloss Neumeyer Motorräder zu bauen. Er verlegte seine Produktion nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, und somit dem Wegfall des Rüstungsgeschäfts, 1921 auf praktikable Gebrauchsmotorräder. 1921 kam die „Z22“ durch Fließbandtechnik als erste Maschine preiswert auf den Markt. 

Bis Ende der 30er Jahre war Zündapp eine der fünf bedeutendsten Motorrad-Fabriken in Europa. Das Hauptgeschäft lag zwar auf der Produktion von Motorrädern und Mopeds, gleichwohl wurden aber diverse Automobil-Prototypen geplant und präsentiert. Es ging jedoch keines der Projekte in Serie bis Zündapp 1957/58 den Kleinwagen „Janus“ baute. Über 6000 Stück des Zündapp-Autos wurden hergestellt, was für einen wirtschaftlichen Erfolg jedoch leider zu wenig war. Zudem hat Zündapp seine Produktpalette auf Rasenmäher, Bootsmotoren und Nähmaschinen erweitert. Diese Produkte wurden im Gegensatz zum Kleinwagen „Janus“ sehr erfolgreich verkauft. 

Ab den 1950er Jahren wurden keine Viertaktmaschinen mehr gebaut, sondern Zündapp konzentrierte sich auf die Produktion von alltagstauglichen, hochwertigen Zweitaktmaschinen. Durch die hohe Qualität und Lebenserwartung liefen die Geschäfte gut. Im Jahre 1967 hatte Zündapp auf dem Markt deutscher Motorzweiräder bis 100 cm³ einen Marktanteil von 33%. Das Werk in München, in dem zu dieser Zeit produziert wurde, hatte 1700 Mitarbeiter. Qualitativ war Zündapp auf dem Vormarsch. Bereits 1976 waren die hochwertigen Maschinen mit elektronischen Zündanlagen anstatt mit Kontaktzündungen ausgestattet und es wurden bereits vortreffliche Bremsanlagen und Kühlsysteme verwendet. 

Das Problem war, dass Zündapp wenig Rücksicht auf den sich verändernden Geschmack der Kunden nahm, was sich darin zeigte, dass bis zum Ende der Geschichte der Firma immer noch manuell zu betätigende Benzinhähne, Kickstarter und ein absolut veraltetes Design verwendet wurde. Zündapp argumentierte dies mit höherer Betriebssicherheit und geringem Gewicht. Die Kundschaft kaufte inzwischen jedoch lieber japanische Viertakter. Diese Maschinen hatten zwar viel höhere Wartungskosten und waren weniger haltbar als die Zündapp-Zweitakter, jedoch trafen sie mit ihrem Design und Image die Vorlieben der Käufer. Neben dieser negativen Entwicklung der Verkaufszahlen, kam mit Einführung der Helmpflicht und Prüfbescheinigung im Jahre 1980 das endgültige Aus für Zündapp. Im Jahre 1984 wurde das Insolvenzverfahren über Zündapp eröffnet. Zu diesem Zeitpunkt wurde Zündapp unter dem Namen „Zündapp-Werke GmbH“ von Dieter Neumeyer (Geschäftsführer seit 1971 und Enkel des Gründers) geführt. Die Produktionsanlagen wurden von einem chinesischen Unternehmen gekauft und nach China verschifft. Dort wurde noch einige Jahre danach mit denselben Einrichtungen produziert und das Zündapp-Zeichen verwendet. 

Auch heute noch, über 20 Jahre später, zählen die Zündapp-Maschinen zum Straßenbild in Deutschland. Es gibt nach wie vor zahlreiche begeisterte Zündapp-Fans, die den Mythos „Zündapp“ weiterleben lassen!

Zündapp-Museum der Brauerei Zoller-Hof I Leopoldstr. 40 I 72488 Sigmaringen